Berichte von unseren Reisen
Cape Range National Park
Tag 8
Um unsere Chance auf einen Campingplatz im Nationalpark zu vergrößern, brachen wir frühzeitig auf. Der Ranger am Eingang nannte uns die 3 oder 4 Campingplätze mit freien Kapazitäten. Da wir nicht richtig vorbereitet waren und die Vorzüge und Nachteile der einzelnen Camps nicht kannten, entschied ich mich spontan für das Mesa-Camp. Unser Name und die Autonummer wurden per Funk durchgegeben. Sollten wir uns nicht innerhalb einer Stunde im Camp melden, würde die Reservierung verfallen – harte Sitten.
Im Camp wurden wir sehr persönlich begrüßt. Der Ranger nahm mich mit in sein Zelt, wir erledigten die Formalitäten und ich bekam noch ein paar Tipps. Dann durften wir uns eine Stellplatz aussuchen, der für die Zeit unserer Abwesenheit mit einem großen Schild gesperrt wurde.
Nun brachen wir erst einmal zum Milyering Visitor Center auf. Dort liehen wir uns Taucherbrillen und Schnorchel aus. Tina und Elke bekamen einen Sonnenhut in Stoffausführung. Ich wollte unbedingt einen richtigen australischen Lederhut; den gab es aber, zumindest für meinen Riesenschädel, hier nicht.
Jeder, mit dem wir uns unterhielten, sagte, dass ein Tauchgang an der Turquoise Bay ein unbedingtes Muss ist. Mit unserer Tauchausrüstung hatten wir auch noch ein Merkblatt erhalten, dass die genauen Ein- und Ausstiegspunkte der Drift-Area beschrieb. Das Schöne hier: mein steigt ins Wasser, schwimmt 3 Züge vom Ufer weg, taucht den Kopf unter und wird von der Strömung durch eine traumhafte Unterwasserwelt getragen. Man muss halt nur aufpassen, dass man sich nicht zu weit treiben lässt, denn die Strömung, die erst parallel zum Ufer verläuft, biegt dann plötzlich in Richtung offenes Meer ab und es ist fast unmöglich, dann aus eigener Kraft wieder an Land zu kommen.
Wir verbrachten hier den ganzen Vormittag, dann wurde es zu heiß und die Sonneneinstrahlung zu intensiv, so dass wir uns in unser Auto verzogen und damit ein Stück weiter durch den Nationalpark fuhren. Am Yardie Creek endete die asphaltierte Straße. Eine Furt führt hier durch den Fluss und auf der anderen Seite geht dann ein Allrad-Treck weiter, der sich bis zurück nach Coral Bay zieht.
Für diese sicherlich hochspannende Tour fehlte uns die Zeit und die Flussdurchfahrt sah alles andere als harmlos aus. Deshalb begnügten wir uns mit einer kleinen Wanderung am Fluss entlang, die uns – wie könnte es anders sein - wieder zu einem Cacheversteck führte.

Die Hitze wurde schnell unangenehm, so dass wir zusahen, wieder ins Wasser zu kommen. Im Laufe des Nachmittags tauchten wir noch an verschiedenen Stellen, doch die Tuquoise Bay vom Vormittag war nicht zu überbieten.
Nachdem wir unsere Tauchausrüstung abgegeben hatten, fuhren wir zu unserem Campingplatz zurück und erkundeten hier die nähere Umgebung zu Fuß. Den Sonnenuntergang wollten wir uns von der nahe gelegenen Bergkette ansehen und dabei auch gleich den nächsten Cache finden.
Auf unserer Fahrt dahin lief uns ein Riesenwaran über den Weg. Er war leider so schnell, dass wir kein brauchbares Foto von ihm machen konnten.
Am Cache angekommen hatten sich auch schon Beobachter eingefunden – Kängurus.
Auf dem Campingplatz wurden wir schon von der Frau des Rangers erwartet, die dringend wissen wollte, wann wir abreisen, damit sie die Verfügbarkeit des Platzes weitermelden konnte.