Berichte von unseren Reisen

Estoril, Sintra, Paco de Arcos

Tag 1

Die billigsten Flüge für den Herbst gab es in diesem Jahr nach Lissabon (11,99 €/Person one way).

Das zum Grund unseres Besuches da. Klar stand die Stadt am Tejo ohnehin auf unserer Wunschliste , die Gelegenheit war also günstig.

Wir reisten am Dienstag morgens an und hatten bis Donnerstagabend Zeit, denn Freitag früh war die letzte Möglichkeit zum „Geiz-ist-Geil-Preis“ zurück zu fliegen. Nicht annähernd genug Zeit um Stadt und Umgebung kennen zu lernen, aber für einen ersten Überblick gut geeignet.

Am Flughafen übernahmen wir bei Jardim-Auto unser Mietfahrzeug – einen fast nagelneuel Renault Clio, der aber doch schon 20000 km auf den Rädern hatte und eine völlig ausleierte Kupplung. Nun gut, man gewöhnt sich schnell daran. Da es zu früh war um gleich ins Hotel zu fahren, brachen wir zur Erkundung der Gegend westlich von Lissabon auf. Unser erstes Ziel war Portugals Nobel-Badeort Estoril. Über Autobahnen und Schnellstraßen, teilweise gebührenpflichtig, waren wir im Nu da. Entgegen aller Erwartungen, war es auch überhaupt kein Problem einen Parkplatz zu finden. Es war Nachsaison, entsprechen war der Betrieb und die Strände waren voller angeschwemmter Algen. Die Sonne knallte mit 32 Grad auf uns herab, hier gefiel es uns überhaupt nicht.

Also kurz den Reisefüher (Lissabon & Umgebung, Michael Müller Verlag) konsultiert und das nächste Ziel ausgewählt. Der Strand Praia do Guincho – Gerüchten zufolge einer von Europas Top-Stränden, zumindest für Windsurfer. Dank Navigationsgerät war es auch kein Poblem dahin zu finden, wobei der Fairnes halber erwähnt sein, auch ohne Karte, nur der Ausschilderung folgend, hätten wir uns hingefunden.

Ein riesiger Sandstrand, mit großen Parkplätzen, leichter Wind, kein Wölkchen, strahlender Sonnenschein waren ja schon schön, aber das wir das Ganze fast für uns allein hatten, war die Krönung. Am anderen Ende des Strandes waren zwar einige Wellenreiter zu Gange und ein paar vereinzelte Badegäste bzw. Sonnenhungrige waren auch da, aber die verteilten sich schön gleichmäßig auf das gewaltige Areal.

Schwimmen ging nicht, aber das Anspringen, Anrennen und Treibenlassen machte bei den heftigen Wellen einen Heidenspaß.

Nach dem wir genug hatten -vor allem von der Sonne- zogen wir uns wieder ins klimatisierte Auto zurück und machten noch eine kleine Rundfahrt in Richtung Sintra. Unterwegs kam uns noch eine uralte Museumsstraßenbahn entgegen. Leider hatte niemand einen Fotoapparat griffbereit. Durch Sintra hindurch nahmen wir dann Kurs auf Paco de Arcos, kurz vor Lissabon, wo unser Hotel inzwischen auf uns wartete.

Das Sol Palmeiras hatte bei HRS, wo wir, wie meist gebucht hatten, Top-Bewertungen-insbesondere was die Zimmergröße betraf - und kleine Preise. Nun waren wir doch sehr gespannt.

Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Wir bekamen ein riesiges Zwei-Zimmer Appartement. Der Blick ging seitlich auf eine Straße und im Hintergrund konnte man den Tejo entlang bis nach Lissabon blicken.

Einzige Schwachpunkte diese tollen Hotels waren die Hauptstraße unmittelbar vorm Haus – wer hier einen Zuschlag für den Meerblick bezahlt hat, wird das wohl bereuen, und die hinter dem Haus entlangführende vielbefahrene Eisenbahnstrecke, die ebenfalls nicht zu überhören war. Wenn man aber nicht vorhat nur im Hotel herumzuhängen, sondern hier eigentlich nur schlafen will und dann noch dazu ein seitliches Zimmer hat – ist man perfekt bedient.

Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, spazierten wir ins ungefähr einen Kilometer entfernte Zentrum von Paco de Arcos von wo wir mit einer hochmodernen vollautomatischen Hochbahn ins nahegelegene Einkaufszentrum Oeiras-Parque fuhren. Für den Rest des Tages war Shopping angesagt.